Michael Gerr

Stadtrat für Würzburg

Als Würzburger Direktkandidat hatte ich erste persönliche Ziele noch vor der Erstellung des Bezirksprogramms aufgeschrieben, also im Frühjahr 2008:

Meine Motivation:

Als Grüner mit einem Schwerpunkt auf sozialen Fragen möchte ich den Grünen im Bezirk noch mehr Profil geben und insbesondere meine Erfahrungen in der Behindertenpolitik mit einbringen. Aber auch Themen für die Grüne bekannt sind, müssen mehr auf der Bezirksebene Fuß fassen: Der Klimawandel muss auch im Bezirk Topthema werden! Mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung sind nötig.

Ich möchte meinen Teil als Direktkandidat dazu beitragen, damit die Grünen in Fraktionsstärke in den Bezirkstag einziehen, das heißt mit mindestens zwei Mandaten. Ich würde mich freuen, wenn ich eines dieser beiden angestrebten Mandate erringen könnte.

Erste Ziele:

  • Der Bezirk soll Energieeinsparmaßnahmen bei seinen Gebäuden prüfen und umsetzen, außerdem soll er den Einsatz Erneuerbarer Energien unterstützen und fördern und damit bei sich selbst anfangen.
  • Der Bezirk soll ein Energiemanagement mit dem Ziel größtmöglicher Energieeffizienz und Transparenz mit regelmäßigen Energieberichten einführen.
  • Die Ausgestaltung der Eingliederungshilfe muss sich an den individuellen Bedarfen ausrichten. Sie darf nicht zweckentremdet, sondern muss zur “sozialen Teilhabe” verwendet werden.
  • Ambulante Versorgung darf gegenüber stationärer Versorgung nicht schlechtergestellt werden. Der Bezirk soll ambulante Hilfen für alle Menschen mit Behinderung anbieten und ein Wunsch- und Wahlrecht umsetzen.
  • Das “Persönliche Budget”, das das Geld direkt in die Hände der Betroffen gibt, soll umfassend unterstützt werden. Es darf jedoch nicht als Sparmodell missbraucht werden.
  • Als Träger von Schulen soll sich der Bezirk um mehr Integration in das Regelschulsystem bemühen. Außerdem soll eine Diskussion über die Umsetzung eines inklusiven Bildungssystems unterstützt werden.

Michael GerrIch möchte auf Bezirksebene, die seit 2008 so viele Zuständigkeiten für Menschen mit Behinderung hat wie noch nie deren Interessen als Grüner vertreten, und meine, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt ist für einen unterfränkischen Bezirksrat mit einer Behinderung. Darüber verstehe ich mich als neugieriger Lernfähiger und kreativer Vielseitiger.