Michael Gerr

Stadtrat für Würzburg

Allgemein

Allgemein

  • Geboren 1966 in Bad Kissingen
  • Ab 1987 Studium in Würzburg (Lehramt für Hauptschule)
  • 1992 Autounfall mit der Folge einer Querschnittlähmung
  • 1994 Examen
  • Weitere Studien in Pädagogik und Kunstpädagogik

Bei den Grünen

Behindertenpolitik

 

Hier sammle ich einige Fotos, die in der Regel im Rahmen meiner politischen Tätigkeiten entstanden sind.


Als Würzburger Direktkandidat hatte ich erste persönliche Ziele noch vor der Erstellung des Bezirksprogramms aufgeschrieben, also im Frühjahr 2008:

Meine Motivation:

Als Grüner mit einem Schwerpunkt auf sozialen Fragen möchte ich den Grünen im Bezirk noch mehr Profil geben und insbesondere meine Erfahrungen in der Behindertenpolitik mit einbringen. Aber auch Themen für die Grüne bekannt sind, müssen mehr auf der Bezirksebene Fuß fassen: Der Klimawandel muss auch im Bezirk Topthema werden! Mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung sind nötig.

Ich möchte meinen Teil als Direktkandidat dazu beitragen, damit die Grünen in Fraktionsstärke in den Bezirkstag einziehen, das heißt mit mindestens zwei Mandaten. Ich würde mich freuen, wenn ich eines dieser beiden angestrebten Mandate erringen könnte.

Erste Ziele:

  • Der Bezirk soll Energieeinsparmaßnahmen bei seinen Gebäuden prüfen und umsetzen, außerdem soll er den Einsatz Erneuerbarer Energien unterstützen und fördern und damit bei sich selbst anfangen.
  • Der Bezirk soll ein Energiemanagement mit dem Ziel größtmöglicher Energieeffizienz und Transparenz mit regelmäßigen Energieberichten einführen.
  • Die Ausgestaltung der Eingliederungshilfe muss sich an den individuellen Bedarfen ausrichten. Sie darf nicht zweckentremdet, sondern muss zur “sozialen Teilhabe” verwendet werden.
  • Ambulante Versorgung darf gegenüber stationärer Versorgung nicht schlechtergestellt werden. Der Bezirk soll ambulante Hilfen für alle Menschen mit Behinderung anbieten und ein Wunsch- und Wahlrecht umsetzen.
  • Das “Persönliche Budget”, das das Geld direkt in die Hände der Betroffen gibt, soll umfassend unterstützt werden. Es darf jedoch nicht als Sparmodell missbraucht werden.
  • Als Träger von Schulen soll sich der Bezirk um mehr Integration in das Regelschulsystem bemühen. Außerdem soll eine Diskussion über die Umsetzung eines inklusiven Bildungssystems unterstützt werden.

Michael GerrIch möchte auf Bezirksebene, die seit 2008 so viele Zuständigkeiten für Menschen mit Behinderung hat wie noch nie deren Interessen als Grüner vertreten, und meine, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt ist für einen unterfränkischen Bezirksrat mit einer Behinderung. Darüber verstehe ich mich als neugieriger Lernfähiger und kreativer Vielseitiger.

Meine Ziele für den neuen Stadtrat (2014):

Die meisten Ziele, die ich 2008 aufschrieb (siehe unten), gelten noch, auch wenn ich manches davon bereits erreichen konnte, anderes hat sich im Laufe der Wahlperiode neu ergeben. Gerne möchte ich Begonnenes fortsetzen und das erworbene Wissen einsetzen, um meine und allgemein Grüne Ziele zum Erfolg zu führen.

  • Den Aktionsplan Inklusion (soll noch im April 2014 im Stadtrat beschlossen werden) umsetzen und möglichst viele Maßnahmen konkret füllen. Das bedeutet auch, dass jedes Jahr bei den Haushaltsberatungen entschieden werden muss, was Inklusion der Stadt wert ist.
  • Ich möchte also direkt im Stadtrat weiterhin Menschen mit Behinderungen in Würzburg vertreten, nach dem Motto "Nichts über uns ohne uns!". Nachdem es in der letzten Wahlperiode erstmals einen Behindertenbeirat in Würzburg gegeben hat, möchte ich erreichen, dass dieser noch besser in städtische Entscheidungen eingebunden wird.
  • Insgesamt stehe ich für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung. Städtische Entscheidungsprozesse müssen bei wichtigen Projekten durch Bürgerwerkstätten flankiert werden. Nichtöffentliche Tagesordnungspunkte müssen die Ausnahme sein. Der Stadtrat insgesamt sollte sich um leichter verständliche Sprache bemühen. Ich bin für die Einführung einer Redezeitbegrenzung im Stadtrat. Die Verwendung neuer Medien im Stadtrat befördert die Einbeziehung jüngerer Würzburger_innen.
  • Ich möchte drei Projekte nennen, die ich von 2014 bis 2020 mit vorantreiben will: Erstens die barrierefreie Sanierung des Hauptbahnhofes einschließlich des Vorplatzes und der Straßenbahnhaltestelle sowie eines verkleinerten Busbahnhofs. Zweitens deutliche Fortschritte bei der barrierefreien Sanierung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen insbesondere bei Schulen. Und drittens die weitere Etablierung Würzburgs als Kultur- und Tourismus-Standort: Vielfältige Kultur ohne Barrieren als Markenzeichen.

 

Hier noch dokumentiert die Ziele, die ich bereits 2008 vor den Wahlen aufschrieb:

Meine Ziele für den Stadtrat (2008):

Meine Motivation ernsthaft für den Stadtrat zu kandidieren, speiste sich aus folgenden Quellen:

  • Ich will der erste Stadtrat werden, der mit einer Behinderung lebt, und die Interessen von behinderten Menschen als Experte in eigener Sache vertritt. (–> geschafft!)
  • Ich will als Stadtrat (so ich gewählt werde) und als Bürger von Würzburg an einer Stadtentwicklung mitwirken, die ein Leben für Alle Mittendrin möglich macht.
  • Ich möchte eine Kultur der Vielfalt befördern: Jeder Mensch soll, so wie er oder sie ist, einen individuellen Platz finden können. Die Verschiedenheit der Menschen und die sich daraus ergebenden Kulturen und Aktivitäten sind zu unterstützen.

Meine Ziele für Würzburg

Lebendige Stadtteile:

  • Ich möchte mich insbesondere in der Zellerau für eine Aufwertung des Quartiers einsetzen: Dazu gehören mehr barierefreie Wohnungen, weniger Autoverkehr, ein zentraler großzügiger Platz am Oberen Markt.

Innenstadt und Bahnhof:

  • Baldige Sanierung des Bahnhofs. Selbstverständlich barrierefrei wie es gesetzlich vorgesehen ist.
  • Ein Aufwertungs- und Werbekonzept für eine barrierefreie Stadt und barrierefreien Tourismus.

Umkehr im Verkehr:

  • Der Mensch muss in den Mittelpunkt. Wo Verkehr zu Belastung wird, muss er zurückgefahren werden, auch aus Klimaschutzgründen. Schonende Bewegungsarten brauchen mehr Raum, deshalb muss mehr für Fußgänger, Radfahrer und NutzerInnen des Öffentlichen Nahverkehrs getan werden.
  • Barrierefreier Ausbau bei Bussen und Straßenbahnen
  • Der Stadtrat soll die Einrichtung von barrierefreien Taxis fördern als Ergänzung zum Behindertenfahrdienst.

Soziales und Kreatives Würzburg:

  • Sozialleistungen müssen den Bedarf decken. Persönliche Assistenz und menschenwürdige Pflege darf nicht von Finanzfragen beiseite geschoben werden. “Satt- und Sauber-Pflege” im Minutentakt ist nicht akzeptabel, es muss Raum für menschliche Kontakte bleiben. Die Sozialpolitik muss sich an Selbstbestimmung und Teilhabe ausrichten.
  • Kreative Potenziale haben wir in Würzburg. Die Politik muss ihnen nur Räume lassen. Ein buntes Kulturleben gibt es bereits. Woran es aus meiner Sicht noch mangelt, ist ein breiteres, aber auch gezielteres BürgerInnenforum für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten im Vorfeld städtischer Entscheidungen.

Klimaschutz:

  • Ich werde die Vorschläge der Grünen Klimaexperten Benita Stoz und Patrick Friedl zum Umbau auf Erneuerbare Energien und zum Energiesparen unterstützen. Ich selber versuche mein Verhalten in meinem eigenen Umfeld entsprechend auszurichten.

Und zuletzt: Wenn ich (erstmals) in den Stadtrat komme, habe ich ein offenes Ohr für alle, die auf mich zukommen. Ich sehe mich als Lernender, der allerdings auch einen eigenen Beitrag leisten will.

Dies nur einige meiner persönlichen Schwerpunkte. Das ausführliche Programm der Würzburger Grünen, an dem auch ich mitgearbeitet habe, finden Sie auf der Grünen Wahlseite: www.grün-für-würzburg.de

Hier sammle ich von mir gestellte Anträge im Unterfränkischen Bezirkstag sowie Stellungnahmen zu aktuellen politischen Fragen.

Weiteres zu Aktivitäten im Bezirkstag finden Sie auf der Internetseite der Grünen im Bezirkstag.

Auch als Mandatsträger seit 2008 in Stadt und Bezirk ist mir die Arbeit in der Partei wichtig, sei es im Kreis- und Bezirksverband oder auch im Landes- oder Bundesverband. Als Bezirksrat bin ich automatisch Mitglied im Bezirkspräsidium, das ist eine Art erweiterter Vorstand auf Bezirksebene.

Auf Bundesebene bin ich in der BAG Behindertenpolitik aktiv, auf Landesebene nehme ich soweit terminlich möglich an verschiedenen Landesarbeitskreisen (Bildung, Gesundheit & Soziales, Verkehr-Planen-Bauen) teil und bringe auf Landesveranstaltungen meine Themen mit ein. Das war zunächst das Thema der Barrierefreiheit insbesondere auf Landesversammlungen. Nun ist es vor allem das Thema Inklusion: die Einbeziehung aller Menschen in die Gesellschaft und wie dies verwirklicht werden kann.

Neben von mir gestellten und unterstützten Anträgen im Stadtrat veröffentliche ich hier meine aktuellen Positionen zur Würzburger Stadtpolitik.

Weiteres zu Aktivitäten der Grünen im Stadtrat finden Sie auf der Internetseite der Grünen Stadtratsfraktion.