Michael Gerr

Stadtrat für Würzburg

Kommunalwahlen 2014

Michael Gerr

In Bayern waren am 16. März 2014 Kommunalwahlen. In Würzburg wurde ein neuer Stadtrat gewählt.

17,49 % Danke für das starke Grüne Ergebnis!

Danke für meine Wiederwahl in den Stadtrat!

Alle Ergebnisse: Vorläufiges Ergebnis zur Stadtratswahl

 

Muchtar Al Ghusain 

hat in der Stichwahl um das Amt des Würzburger Oberbürgermeisters gut 44 Prozent geholt, ein achtbares Ergebnis. Herzlichen Glückwunsch an den neuen Oberbürgermeister Christian Schuchhardt.

Die Würzburger Grünen haben für die Stadtratswahlen eine eigene Homepage auf der das Kommunalwahlprogramm der Würzburger Grünen zu finden ist, Informationen über alle Kandidat_innen und vieles mehr: www.gruen-waechst.de. Lesen Sie auch meine Ziele für den neuen Stadtrat.

Muchtar Al Ghusain und Michael GerrDrei Gründe möchte ich anführen Muchtar Al Ghusain in der Stichwahl am 30. März zu wählen: Erstens ist er der Kandidat, der nahe an den Menschen ist und dies politisch als Oberbürgermeister mit mehr und echter Bürgerbeteiligung verdeutlichen wird. Zweitens ist eine deutsche Stadt wie Würzburg reif für einen Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund: inklusiv, weltoffen und im Sinne einer Willkommens- und Begegnungskultur. Und drittens halte ich Al Ghusain für durchsetzungsstark mit dem neuen Stadtrat zusammen wichtige Projekte zu stemmen: Einen barrierefreien Bahnhof mit aufgewertetem Umfeld als Chefsache, die Linie 6 zum Hubland, Sanierung unseres Dreispartentheaters.

Würzburg erhält einen neuen Oberbürgermeister. Nicht als Parteisoldat, nicht als amtierender Stadtrat, nicht als knappe eigene Entscheidung, ist für mich die Wahl sehr klar: Muchtar Al Ghusain wird ein sehr guter Oberbürgermeister für Würzburg sein, im Falle seiner Wahl. Er ist der Kandidat, der alle Qualitäten vereint, die in diesem Amt zum Erfolg führen.

Plakatständer Grün wächst!Es wurde ein längerer Abend, am Ende steht fest: Ich bin zum zweiten mal in den Würzburger Stadtrat gewählt! Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis, denn bei allen Schwierigkeiten im Würzburger Stadtrat wichtige Projekte voranzutreiben, konnte ich manches bewirken - und diese Stadt, Würzburg mit seinen Menschen, mit seiner Vielfalt und auch Bodenständigkeit ist mir deutlich ans Herz gewachsen. Ich hoffe mit meiner Person die nächsten Jahre davon etwas zurückgeben zu können, in einer Grünen Fraktion, die mit neun Sitzen das sehr gute Ergebnis von 2008 wiederholen konnte. Von Platz 10 gestartet reichte Platz 9 für meinen Wiedereinzug.

Für mich wurde es am Ende noch knapp, denn Manfred Dürr, wie ich wohnhaft in der Zellerau, kam am Ende bis auf 39 Stimmen an mein Ergebnis heran, er ist nun erster Nachrücker. Ich selber hatte im letzten Herbst noch das Bezirkstagsmandat um 37 Stimmen verfehlt, deshalb weiß ich, wie sich das anfühlt. Michael Weis, den ich als relativ jungen Grünen gerne im Stadtrat gesehen hätte, fiel von Platz 8 auf Platz 11 zurück und ist zweiter Nachrücker. Ich möchte allen danken, die mich gewählt und unterstützt haben!

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Reinigungskraft im barrierefreien RathausaufzugNach sechs Jahren Kommunalpolitik im Stadtrat ist ein guter Zeitpunkt persönlich Bilanz zu ziehen, noch vor den Wahlen, weil eine Selbsteinschätzung hilft sich selber Ziele zu setzen und zum zweiten, damit Wähler und Wählerinnen Argumente erhalten mich zu wählen. Ich habe mir etwas schwer getan das deutlicher vor dem Wahltermin zu tun: Das persönliche Wahlergebnis wird ja auch eine Bewertung meiner persönlichen Arbeit mit enthalten.

Dreierlei kommt mir in den Sinn, wie ich meine Arbeit zusammenfassen kann: erstens konkrete Veränderungen erreicht, zweitens Projekte begonnen, die noch weiterzuverfolgen wären, drittens Kommunalpolitik zunehmend gelernt mit ihren politischen Abläufen und Verfahren, aber auch Strategien und manchmal in Wirrungen.

Konkrete Veränderungen gibt es einige, die deutlich zu sehen sind, andere verstecken sich in vielen kleinen Beschlüssen und städtischem Handeln. Eine Veränderung von hohem Symbolwert ist ganz sicher der barrierefreie zentrale Rathausaufzug: Endlich ist das Rathaus in fast allen Bereichen barrierefrei zugänglich, eine Forderung die Jahrzehnte alt ist und die eindeutig auf meine Wahl in den Stadtrat 2008 zurückzuführen ist. Dennoch musste ich darum kämpfen, mit Unterstützung aus meiner Fraktion und auch mit der des Oberbürgermeisters Rosenthal. Wenn ich heute sehe, wie Eltern mit Kinderwägen oder städtische Mitarbeiter den Aufzug nutzen, so ist klar, er nutzt allen, die ihn benutzen.

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Michael Gerr im ElektroautoGestern besuchte ich ein Autohaus für eine Probefahrt mit einem Elektroauto. Da die meisten meiner Autofahrten, wie bei der Mehrzahl der Autofahrer Kurzfahrten in der Stadt sind, reicht ein kleineres Auto, eines ohne großen "Tank" völlig aus. Der BMWi machte auf der Probefahrt einen guten Eindruck und ich werde darüber nachdenken dieses Fahrzeug anzuschaffen. Zusätzlich denke ich an ein privates Carsharing.

Seit letzten Oktober lebe ich ohne ein Auto, mein altes, das ich 20 Jahre gefahren bin hatte einen Getriebeschaden und war nicht mehr rentierlich zu reparieren. Ich bin also etwa ein halbes Jahr zu Fuß/mit dem Rollstuhl unterwegs, ab und zu mit dem Taxi. Mit der Straßenbahn, die sich für mich eigentlich anbieten würde, fahre ich in Würzburg in der Regel nicht, da ich mit den Einstiegs- und vor allem auch Ausstiegshöhen nicht zurecht komme. An dem Thema bin ich politisch dran, ein Antrag zu Einstiegshilfen wird noch im Behindertenbeirat zu diskutieren sein. Ich nutze übrigens in vielen anderen Städten die Straßenbahn sehr gerne (z.B. in München, Hannover, Bremen, Straßburg) und würde das gerne auch in Würzburg tun.

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Logo WüSl e.V.Der Verein WüSL hat auf meine Initiative hin die fünf OB-Kandidaten zu Themen der Behindertenpolitik befragt. Mit Raimund Binder (ÖDP), Charlotte Schlossareck (Bürgferforum), Christian Schuchhardt (CSU, FDP, WL) und Muchtar Al Ghusain (SPD, B90/Die Grünen) antworteten vier der fünf Kandidaten. Die Antworten sind auf der WüSL-Homepage nachzulesen. Meiner (subjektiven) Einschätzung nach haben die beiden Kandidaten mit den größten Chancen OB zu werden, nämlich Christian Schuchhardt und Muchtar Al Ghusain insgesamt fachlich gute Antworten gegeben, an denen sich derjenige, der die Wahlen gewinnt, auch messen lassen muss. WüSL e.V. hat bei der Gelegenheit auch noch eine Wahlempfehlung meiner eigenen Person gegeben, was niemanden überraschen wird.

Link: WüSL - OB-Fragen

Und wer sich nur eine Übersicht verschaffen will, lese die folgende Pressemitteilung von WüSL.

Link: Pressemitteilung: OB-Kandidaten antworten zu Behindertenpolitik

Michael GerrHier ein Interview mit dem Nachrichtenportal für Menschen mit Behinderungen kobinet-nachrichten.org:

Würzburg (kobinet) Am 16. März finden in Bayern Kommunalwahlen statt. Michael Gerr, der sich seit vielen Jahren u.a. beim Würzburger Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen engagiert, tritt erneut für die Stadtratswahl in Würzburg für die Grünen an. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit ihm über seine Erfahrungen und seine Ziele.

kobinet-nachrichten: Warum haben Sie sich entschieden, für die Kommunalwahl in Würzburg zu kandidieren?

Michael Gerr: Ich kandidiere zum zweiten Mal. Beim ersten mal im Jahr 2008 bin ich gleich in den Stadtrat gewählt worden als erster Mann mit einer Behinderung, der einen Rollstuhl nutzt. Nun möchte ich Begonnenes fortsetzen und weiter dafür sorgen, dass behinderte Menschen und deren Interessen im Stadtrat vertreten werden.

kobinet-nachrichten: Wie sind Ihre Chancen, wieder in den Stadtrat gewählt zu werden?

Michael Gerr: Obwohl ich etwas weiter hinten auf der Liste antrete als vor sechs Jahren (Platz 10), schätze ich die Chancen gut ein, am 16. März wiedergewählt zu werden. Denn damals war ich eher unbekannt, heute bin ich durch meine Arbeit in der Stadt deutlich bekannter. Durch das Wahlsystem in Bayern bei Kommunalwahlen kann man sich beim Listenplatz verbessern. Man kann panaschieren und kumulieren, das heißt, man kann die Stimmen über die Parteien hinweg verteilen und einzelnen Kandidaten bis zu drei Stimmen geben. Es ist also vor allem eine Persönlichkeitswahl einzelner Menschen.

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