Michael Gerr

Stadtrat für Würzburg

Michael GerrZum Kommunalwahlkampf gehört es Fragen zu beantworten oder auch Antworten auf eigene Fragen anzubieten. Hier einige meiner Antworten auf Fragen der Homepage "Würzburg erleben":

1. Nennen Sie uns drei Highlights Ihres Lebens.


Eine vierwöchige Tramptour nach Irland mit meinem besten Freund; nach relativ kurzer Zeit nach meinem Autounfall und dem damit verbundenen Leben mit Querschnittslähmung das Staatsexamen geschafft zu haben; nach langem hin und her endlich die Durchsetzung eines barrierefreien Aufzugs im Würzburger Rathaus.

2. Wenn Sie Ihren Charakter in drei Adjektiven beschreiben müssen. Welche wären das?


Beharrlich – im Hintergrund für eine Sache streitend; lösungsorientiert – Probleme sind dazu da nicht nur beklagt zu werden, sondern dafür, dass man (auch neue) Wege findet sie zu lösen; emotional – auch wenn ich nicht alles zeige, empfinde ich Politik als äußerst emotional in allen Gefühlsfarben von Neugier, Ärger, Langeweile bis Humor.

 

3. Und wenn Ihr Leben einen Überbegriff hätte: Wie würden Sie es nennen?


Ich finde das schwierig, das eigene Leben unter einen Überbegriff zu setzen, es ist ja auch noch nicht vorbei. “Lebenskunst” könnte es für mich treffen, wobei hier für mich Kunst, Philosophie und Politik enthalten sind, und es darum geht ein bewusstes Verhältnis zu sich selber zu gewinnen immer wieder neu – und am Ende vielleicht einen Teil der individuellen Erkenntnisse für etwas Allgemeineres positiv einsetzen zu können.

4. Wo und warum trifft man Sie in der Würzburger Öffentlichkeit privat?


In der Innenstadt flanierend, weil ich immer wieder gern das bunte Leben mag.

5. Wo ist Ihr absoluter Lieblingsplatz in Würzburg?


Es gibt viele Lieblingsplätze, aber für Würzburg gilt, was generell für mich gilt: Wasser zieht mich an. Und so sind die Wege und Ruheplätze entlang des Mains für mich Anziehungspunkte oder auch die vielen schönen Brunnen in Würzburg.

6. In ihrer Freizeit sind Sie __________.
… meistens privat

7. Politiker – und dazu gehört auch ein Stadtrat – wirken oft vielbeschäftigt und ruhelos. Was ist Ihr bester Tipp um einmal gepflegt “abzuspannen”?

Ich kann wunderbar bei guten Gesprächen entspannen und dabei abschalten
. Am besten raus aus dem ganzen Trubel, Handy ausmachen und irgendwo im Maintal gut essen gehen.

8. In welchem Hobby gehen Sie voll auf?


Alles was mit Kunst zu tun hat, vom Ausstellungsbesuch, über kunsttheoretische Beschäftigung bis zum selber machen.

9. Was wäre Ihre erste Amtshandlung sobald Sie im Stadtrat säßen?


Da ich seit 2008 bereits im Stadtrat bin, geht es vor allem um die Fortsetzung meiner Arbeit: Begonnenes weiter vorantreiben, so die Umsetzung des “Aktionsplan Inklusion”, der noch vom alten Stadtrat beschlossen werden soll; mit möglichst vielen konkreten Maßnahmen, die Stadtratsmehrheiten im Haushalt mittragen müssen.

10. Ihre Liste steht für?


Mehr grüne Politik in der Stadt: Klimaschutz und Stadtbegrünung, Verbesserungen für Radverkehr, Strabas und Busse sowie Fußgänger, Barrierefreiheit und Inklusion, “Bunt statt braun”, Erinnerungskultur, nachhaltiges Wirtschaften, Fairtrade uvm. (siehe www.gruen-waechst.de).

11. Was unterscheidet sie von allen anderen Kandidaten?


Augenfällig sicher zunächst mein Rollstuhl. Ausgehend davon habe ich sicher viele Erfahrungen gemacht, die mir sonst fehlten, Begegnungen, die sonst gar nicht oder anders passiert wären, was mich zu einer Einstellung bringt, die vielleicht sonst niemand so hat: dass etwas scheinbar Schlechtes, ein Defizit, ein Misslingen usw. zu einer Bereicherung werden oder transformiert werden kann.

Original auf www.wuerzburgerleben.de