Michael Gerr

Stadtrat für Würzburg

Parteipolitik

Michael GerrDas Ergebnis ist da. Meine Bewerbung für das Bundestagsdirektmandat im Wahlkreis Würzburg war nicht erfolgreich. Gewonnen hat unter vier Bewerbern Martin Heilig mit einer 2/3 Mehrheit. Gratulation hierzu! Neben seinem Auftritt war sicher der Grund die starke Mobilisierung von Mitgliedern des Kreisverbandes Würzburg-Land. Für mich blieb der zweite Platz. Niederlagen gehören zur Demokratie, ihr Zustandekommen ist am Ende meist nur Makulatur. Noch am Abend der Aufstellung erreichten mich einige Mails, die mir Mut zusprachen und meine inhaltlich orientierte Rede lobten. Vorzuwerfen habe ich mir also nichts. Dennoch gehören zu einer erfolgreichen Wahl eben mehr als nur Sacharbeit, gefragt ist strategisches und taktisches Denken und Handeln. Hier hatte ich offensichtlich noch meine Defizite.

Da ich weiss, dass nicht wenige in der deutschen Behindertenszene mir einen Erfolg gewünscht hätten, denen möchte ich sagen: Habt Mut politisch mitzumischen! Habt Mut auch zu kandidieren, in Parteien, in eurer Kommune, bis hin zum Bundestag. Es ist wichtig, dass wir uns selbstverständlich als Teil der Gesellschaft zeigen. Dazu gehört es aber auch zu akzeptieren, wenn wir uns nicht überall gleich und sofort durchsetzen können. Dem Kandidaten mit einer Vision einer inklusiven Gesellschaft blieb dieses mal nur der zweite Platz. Ich werde weiter daran arbeiten, an welchem Platz auch immer, der umfassenden Beachtung von Menschenrechten voran zu helfen.

Diese Ziele hat Michael Gerr bereits ein Jahr vor den Bundestagswahlen aufgeschrieben noch vor der Erstellung des Bundestagswahlprogramms. Es handelt sich hier also nur um vorläufige und einige seiner wichtigsten persönlichen Ziele ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Eine Reform der Eingliederungshilfe zu einem Bundesteilhabegesetz
  • Die Fortschreibung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG)
  • Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention - ein Nationaler Aktionsplan mit wirksamen Maßnahmen
  • Breite Thematisierung des Themas "inklusive Gesellschaft"
  • Abschaffung des derzeitigen Asylbewerberleistungsgesetzes, stattdessen eine moderne aktive Einwanderungspolitik
  • Volle Gleichberechtigung für Schwule und Lesben; entsprechende Erweiterung des Diskriminierungsverbots im Artikel 3 des Grundgesetzes
  • Weniger Kleinstaaterei; derzeitige Kooperationsverbote (Bundesebene darf nicht aktiv werden), z.B. in Bildung und Kultur, abschaffen oder zumindest abschwächen
  • Mehr Demokratie, Transparenz und Bürgerbeteiligung; Herabsenkung des Stimmrechts auf 16 Jahre
  • Mehr Europa; mehr demokratisch legitimierte Politik durch das Europaparlament

Und natürlich stehe ich zu unseren Grünen Hauptzielen wie 100% Erneuerbare Energien, Nachhaltiges Wirtschaften, besserer Bildungspolitik und vielem mehr.

Meine schriftliche Bewerbung für das Bundestagsdirektmandat des Wahlkreises Würzburg, die an alle stimmberechtigten Mitglieder verschickt wurde:

Michael GerrLiebe Freundinnen und Freunde,

nachdem ich in den letzten Jahren im Stadtrat und im Bezirkstag, zuvor im Kreisvorstand als Pressesprecher und allgemein bei den Grünen politische Erfahrungen gesammelt habe, fühle ich mich bereit für den Bundestag zu kandidieren.

Bei einer Bundestagskandidatur geht es zunächst darum im Wahlkreis, also im Landkreis und in der Stadt Würzburg, einen engagierten und guten Wahlkampf zu führen. Patrick Friedl hat mit seinen Kandidaturen einen hohen Qualitätsmaßstab gesetzt. Da wollen wir weiter machen. Durch die diversen Wahlkämpfe, die ich als Pressesprecher und Kandidat aktiv geführt habe, bin ich gut vorbereitet auch diese zentrale Rolle zu leisten. Das ist viel Arbeit, aber es macht mir jetzt schon viel Spaß und ich habe große Lust Herausforderungen anzunehmen und zu bestehen mit den uns gewohnten hohen Grünen Ansprüchen.

Schon jetzt, ein Jahr vor den Wahlen, ist klar, die Grünen Themen bleiben weiterhin von zentraler Bedeutung in Zeiten von Klimawandel, Ressourcenausbeutung und Finanz- und Bankenkrisen. Wir haben nur diese Eine Erde. Grünes Programm wird weiter heißen: Nachhaltiges Wirtschaften, Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien, Naturschutz, Umwelt- und Menschenverträglicher Verkehr, Mehr Demokratie und Mehr Europa, soziale Teilhabe für Alle. Inhaltlich sind wir Grünen am Puls der Zeit und wir müssen weiter auf unsere inhaltlichen Kompetenzen setzen.

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Michael GerrHiermit möchte ich bekannt geben, dass ich mich erstmals für das Bundestagsdirektmandat des Wahlkreises Würzburg bewerben werde. Auch der Kreisverband Würzburg-Stadt hat dies bereits öffentlich gemacht. Der frühe Zeitpunkt mehr als ein Jahr vor den Bundestagswahlen ist dem Zeitplan geschuldet mit den vielen Wahlen 2013/2014 in Bayern: Neben den Bundestagswahlen noch Landtags- und Bezirkstagswahlen, Kommunalwahlen und Europawahlen, alles innerhalb von 9 Monaten. Die Aufstellungsversammlung des Wahlkreises Würzburg findet deshalb bereits am 18. Juli 2012 statt. Die Aufstellung der bayerischen Landesliste, die über die Chancen auf ein Bundestagsmandat entscheidet, erfolgt am 7. und 8. Dezember 2012.

Da man in einer Bewerbungsrede nur konzentriert Inhalte wiedergeben kann und weil ich nicht der einzige Bewerber bin, führe ich auf meiner Homepage die wichtigsten meiner Ziele und meine Motivation bereits aus.

Schriftliche Bewerbung für das Bundestagsdirektmandat

Ziele für den Bundestag

Michael GerrNachdem Matthias Gauger wegen seines neuen Jobs als Landesgeschäftsführer in Stuttgart aus dem bayerischen Parteirat ausgeschieden ist, habe ich mich für den frei gewordenen Sitz beworben. Neben zwei, wie ich finde, starken Bewerbern, kam ich in die Stichwahl, die ich nur knapp verlor: Gert Lowack aus Bayreuth erhielt 132 Stimmen, ich 121. Für meine Rede erhielt ich viel zu Zuspruch. In einem Jahr werden dann wieder alle 12 Plätze des Parteirats neu gewählt und dann sollte auch wieder ein Unterfranke oder eine Unterfränkin dabei sein, vielleicht dann ja auch ich.

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