Michael Gerr

Stadtrat für Würzburg

Nun glaubt die Stadtverwaltung anscheinend eine endgültige Antwort auf meinen Antrag für eine barrierefreie Schifffahrtsanlegestelle gefunden zu haben, die schlicht lauten soll: Geht nicht. Im letzten Planungsausschuss wurden praktisch die gleichen Unterlagen vorgelegt wie etwa 2 Jahre vorher, nämlich oberflächliche Betrachtungen ergänzt nun durch einige zusätzliche Stellungnahmen von Beteiligten, die ganz andere Interessen haben. Was mich aber besonders ärgert, ist, dass, wie ich von meinen KollegInnen hörte, Stadtbaurat Baumgart behauptet haben soll, dass ich auch keine Lösung sehen würde. Richtig ist, dass ich ihm am Rande der letzten Stadtratssitzung erklärt habe, dass diese Beschlussvorlage Tür und Tor für einen erneuten Antrag liefere. Man hat sich bisher keine ersichtliche Mühe gegeben eine Lösung zu finden und nur Gegenargumente aufgelistet. Eine mögliche Variante einer Rampe aus der Richtung des Parkplatzes unter der Friedensbrücke tut man mit einer Stellungnahme der WVV ab deren Interesse an dieser Stelle Parkraumbewirtschaftung ist. Dabei gibt es längst Planungen für einen Uferweg am Main entlang, der als Skulpturenweg zum Flanieren einladen soll. Dieses Projekt könnte man sehr gut mit der Herstellung der Barrierefreiheit der Anlegestelle verbinden. Ich könnte mir zum Beispiel auch eine Skulptur vorstellen, die an dieser Stelle teilweise unter Wasser ist und je nach Wasserstand mehr oder weniger zu sehen ist. Also, liebe Städteplaner, bitte etwas mehr Fantasie!

Michael Gerr, Stadtrat (Online Leserbrief auf mainpost.de vom 11.5.2012)