Michael Gerr

Stadtrat für Würzburg

Im Ferienausschuss erfolgte bereits der Beschluss zur Weiterverfolgung des folgenden Antrags zur Straba-Haltestelle Königsbergerstraße.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

hiermit stellen wir, auch namens der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN,
den Antrag:

Die Stadt veranlasst – in Abstimmung mit der für den Bau von Straßenbahnhalte stellen zuständigen Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) – die Erstellung von Planungsvarianten für die barrierefreie Sanierung der Haltestelle Königsberger Straße mit Umsteige zu den Buslinien.
Es werden Varianten vorgelegt, insbesondere auch unter Berücksichtigung der folgenden Gesichtspunkte bzw. Planungsvariablen:

a) Aus- und Einstieg ohne Straßenquerung in Richtung Hauptgebäude Klara-Oppenheimer-Schule

b) Sperrung der Friedrich-Spee-Straße für den Durchgangsverkehr im Bereich der heutigen Wendeschleife (z. B. als Sackgasse ab Straba-Depot)

c) Verlegung nur der Wendeschleife an die Stettiner Straße

d) Haltestelle für ein bzw. für zwei 35m-Straßenbahnfahrzeuge.
Für die jeweilige Planungsvariante sollen erste grobe Kostenschätzungen vorgelegt sowie Vor- und Nachteile dargelegt werden.



Begründung:
Bei der Straßenbahnhaltestelle Königsberger Straße handelt es sich um eine wichtige Endhalte- und Umsteigestelle mit hohen Zahlen an Ein- und Ausstiegsvorgängen. In direkter Nähe befinden sich die Klara-Oppenheimer-Berufsschule, die S.Oliver-Arena und Alten wohnheime; sie ist die Hauptumsteigestelle für die über die B 19 einbrechenden Buslinien.
Der heutige Zustand der Haltestelle, direkt in der Wendeschleife liegend, ist sehr schlecht und ermöglicht so auch keine barrierefreie Sanierung, da hierfür eine Begradigung notwendig ist. Ein weiteres Problem der Haltestelle ist, dass die Hauptfußgängerströme erst über die Friedrich-Spee-Straße gelangen müssen, um zur Schule bzw. zur Veranstaltungs halle zu kommen. Auch wenn in der Friedrich-Spee-Straße Tempo 30 eingeführt wurde, gibt es hier weiterhin Personengefährdungen, da kein Fußgängerüberweg vorhanden ist.
Am besten wäre eine Planung, bei der die Haltestelle direkt am Zugang zur Schule bzw. am Vorplatz der S.Oliver-Halle liegt, ohne Notwendigkeit der Querung von Schiene oder Straße.
Aufgrund der komplexen Verkehrssituation und der Wichtigkeit der Haltestelle erscheint für die Neukonzeptionierung die Erstellung mehrerer Planungsvarianten angezeigt.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Gerr Karin Miethaner-Vent Sabine Steinisch